Streiflichter Nr..185 vom 11.02.2013

(1) Nachricht aus San Bartolomé de Tirajana

„San Bartolomé de Tirajana“ ist so etwas wie eine „Verbandsgemeinde“ im Süden von Gran Canaria, die mit ihren 31 Ortsteilen vielleicht ein Viertel der Insel ausmacht.

Unwichtig ??

Vielleicht nicht ganz.

Denn zur Verbandsgemeinde gehört auch der Ferienort Maspalomas, in dessen Süden sich die „Dünen von Maspalomas“ befinden :


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/96/Maspalomas_Duenen_1.jpg/800px-Maspalomas_Duenen_1.jpg

Dort gibt es abgegrenzte FKK-Strände.

Oder besser gesagt: „Dort *GAB* es abgegrenzte FKK-Strände“

Das liest sich zunächst schlimm.

Wenn man aber bedenkt, dass am vergangenen Freitag eben die vorgenannte Verbandsgemeinde neue Bestimmungen erlassen hat, die - neben allerlei unstrittigen Regelungen (wie z.B. Badeverbote bei gefährlichen Wetterlagen usw.) - keinerlei Einschränkungen mehr über den Bekleidungsgrad der Badenden an den zahlreichen Stränden enthält, dann sieht das schon ganz, ganz anders aus.

Noch Besser :
Wie ich aus der letzten Samstags-Ausgabe der „Gran Canaria“ erfuhr, sah der zuständige Stadtrat Jose Carlos Alamo ein, dass eine Regelung, die – wie zunächst im Entwurf unter §22 vorgesehen – für Teilbereiche des Strandes Badebekleidung verlangt, nicht Rechtens sein kann.

Vielmehr ist – das war doch erfrischend zu lesen – nun auch nach des Stadtrats Meinung einfache Nacktheit generell weder zu verbieten noch zu sanktionieren.

Siehe :
https://fbcdn-sphotos-c-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash4/307307_10200540920502488_406661662_n.jpg

Die dadurch anerkannte Rechtsposition erfreut mich natürlich.

Und Ismael Rodrigo, den Präsidenten der FEN, erfreut es ebenfalls.
So sehr, dass er folgende Karte mit „grün“ markiertem Strandbereich der Verbandsgemeinde „San Bartolomé de Tirajana“ gleich hinter herschiebt :


https://fbcdn-sphotos-c-a.akamaihd.net/hphotos-ak-frc1/538340_10151316335888635_1546220175_n.png

Jetzt tut sich natürlich eine Frage auf :

Wie verbreiten wir die gute Nachricht, so dass sie überall gelesen wird.

Zum Beispiel innerhalb der großen INF.

„Regenmacher, das ist doch leicht. Da gibt es doch den „Focus“, der aller zwei Monate erscheint.“

Ja, das wäre möglich. Aber, der „Focus“ erscheint eben nur aller zwei Monate.
Das ist eine lange Zeit.

Es müsste – jetzt einmal abgesehen von der Meldung aus „Gran Canaria“ - generell gesehen Möglichkeiten geben, aktuelle Nachrichten zeitnah innerhalb der INF zu verteilen.

Schon geht mein Ruf in südliche Richtung nach Österreich: „Sieglinde – hilf !“

Und tatsächlich ... mein Flehen wurde erhört :


(2) Sieglinde hilft

Kaum erschallte unser Ruf nach Unterstützung, da erreicht mich in diesen Minuten die Nachricht, dass die große INF (immerhin deutlich über 200000 zahlende Mitglieder) von Stunde an über eine eigene offizielle Facebook-Page verfügt :

https://www.facebook.com/pages/Inf-Fni/157849701034601


https://fbcdn-sphotos-d-a.akamaihd.net/hphotos-ak-snc6/166720_158140894338815_1896546430_n.jpg

So, das war jetzt einmal eine hochaktuelle Meldung.

Aktuell – das ist auch die Überschrift zum nächsten Unterpunkt :


(3) "aktuell" – In Farbe und mit noch mehr Seiten

Eigentlich gibt es die „Aktuell“ - das Verbandsorgan der hiesigen FKK-Jugend – schon viele, viele Jahre.

Bereits in meiner Jugend hat ....

„Regenmacher, das wollen wir hier jetzt gar nicht wissen. Beachte die Überschrift : 'Aktuell' – es geht also nicht um 'damals' , sondern um 'heute'. “

Genau.
Es geht um die aktuelle „Aktuell“, die – im Gegensatz zu früher – mit immerhin 36 Seiten, farbigem Titelblatt und einer Auflage von mehreren Tausend daherkommt :


http://www.michis-seiten.de/hefte/aktuell/2013-1a.jpg

Die Themenwahl der Aktuell richtet sich natürlich nach der Zielgruppe, die – das ist nun die eigentliche Herausforderung – sich über alle Entwicklungsstufen und daraus resultierenden Interessen erstreckt.

Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene : Das ist fast ein ganzer Generationsschritt.

So reichen denn die Themen vom „Basteltipp: Körperabdruck“ über das „Abenteuerschwimmen beim FSG Leverkusen“ bis zum “Bogenschießen“. Letzteres wohl eher für die älteren Jugendlichen, denn dabei sind sowohl Kraft als auch Genauigkeit gefragt.

Es wird übrigens auch ein Ausblick auf das „INF-Jugend-Frühjahrstreffen 2013 in England“ Anfang Mai gegeben. Darüber wird hier zum gegeben Zeitpunkt berichtet werden.


(4) Naked Yoga

Wie hinlänglich bekannt lässt sich Yoga auch nackt ausführen.

Schon im 8. Jahrhundert vor Christi gab es die „Yogis Naga Sadhus“ (naga=nackt), deren Anhänger bei rituellen Zeremonien im „heiligen, reinen Zustand“ auf Kleidung verzichteten.

„Sadhus“ soll – so haben sie mir erzählt – so etwas wie „Jemand, der vollständig der Welt entsagt hat“ bedeuten. Das klingt ein wenig nach religiöser Sekte.

Die frohe Botschaft:
Heute muss man nicht mehr der Welt entsagen oder zum indischen Guru werden, um sich etwas gutes zu tun.

In der Tat werden auch hier bei uns in Europa (sozusagen: in dieser Welt) immer wieder Kurse und Übungsgruppen angeboten, um sich gemeinsam das nackte Yoga anzueignen.

Zum Beispiel in Portugal.
Dort gehört das „Nackte Yoga“ zum festen Bestandteil des Angebotes des dortigen „Federação Portuguesa de Naturismo (FPN)“.


http://www.fpn.pt/gifs/vivernu/yoga.gif

Aber wie folgendes Video verdeutlicht gehört auch gelegentlich – europäischen Ohren – mystisch anmutende Musik und Kerzenschein dazu. Soviel Spiritualität muss dann doch sein.


http://youtu.be/7EM0yCdqP4A

Mir vielen beim Betrachten des Videos die vermutlich über lange Zeit durch immer strömendes Wasser geformten Steine an der Wand auf.

In einem anderen Video wird mit weich eingespielten Texten, einer die Bewegung unterstützenden Kameraführung und viel umgebendem Grün gearbeitet :


http://youtu.be/DWRBoXsyzxA

Übrigens :
Den untrainierten „Experten“, die sich jetzt – wohl möglich angesichts der attraktiven jungen Frauen in den zitierten Videos - ganz schnell zum nächsten Kurs anmelden wollen, darf ich anvertrauen, dass jede der demonstrierten Übungen durchaus viele, viele Minuten andauert und ein wirkliches Training erfordert.

Wo ?

Wie der Page der BN-Gruppe „Naturist London“ zu entnehmen ist

zum Beispiel in London-Islington :
http://www.naturistlondon.org.uk/Nickles1.pdf

oder in London-Clapham :
http://www.nakedyogalondon.co.uk/

Aus Kreisen der tschechischen Naturisten ( naturista.cz ) erfuhr ich kürzlich:
Es gibt auch in Brno (Brünn) ein entsprechendes Angebot, auf das erst vor wenigen Monaten Zdeňka und Jitka im dortigen TV-Programm hinweisen konnten.

http://nahajoga.cz/

Wir erkennen daraus:
„Nackt Yoga“ ist – wenn von den richtigen Leuten propagiert – fast schon ein Selbstläufer.

Es ist nun höchste Zeit, um zum Schlußlicht zu kommen :


(5) Ganz schön scharf

Nicht nur in Europa, sondern auch in weiten Teilen der USA herrschen derzeit kühle, dem Nacktsein abträgliche Temperaturen.

Da sind kreative Lösungen gefragt.

Hierzulande weichen die Nacktwandernden in der kalten Jahreszeit auf Kegelabende in gut beheizten Gaststätten aus. Das hat in den letzten Jahren gut funktioniert – ja, ich würde sogar sagen, dass erst dadurch die vielfältige, weit verbreitete Nacktwanderkultur entstehen konnte.

Aus den USA kommt nun eine weiterer Lösungsvorschlag :

Nackt Kochen.
Und zwar scharf kochen.
Mit Chili.
Richtig scharfem Chili.
Das wärmt von innen.

In der Tat gibt es inzwischen unter den in der AANR organisierten Vereinen schon seit 20Jahren sogar regelrechte Chili-Koch-Wettbewerbe, in denen die Vereine gegeneinander antreten.
Beispielhaft möchte ich das „East Coast Nude Chili Cookoff“ anführen, das in wenigen Wochen von den „Trevelites“ auf dem Gelände des „Serendipity Park“ organisiert wird.

Von Cheri Alexander :


http://a3.ec-images.myspacecdn.com/images02/41/043f422b333143548b9dbe88672f1cc7/l.jpg
Cheri Alexander

Ich mache jetzt Mittag.

Es gibt frischen Nudelsalat mit Gefügelwurst.

Aber ohne Chili.


Alle Grüße
michael regenmacher / strothjohann

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